Grillen in München

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Gesundheit

Die Sonne scheint, die Temperaturen sind angenehm und es ziehen köstliche Duftschwaden von Steaks und Bratwürsten in unsere Nase: die Grillsaison hat begonnen.

Da könnte einem das Wasser schon im Munde zusammen laufen, wenn Bratendüften über Nachbars Hecke wehen. Doch unter bestimmten Umständen kann die Verlegung der Küche in den Garten relativ ungesund werden und den ganzen Spaß verderben.

Aber fangen wir doch zuerst mit der guten Seite an:

Sparsamer Umgang mit Fett, kurze und fettarme Zubereitungsarten – das sind die Hauptanforderungen der Ernährungswissenschaft, wenn man Wert auf gesunde und ausgewogene Ernährung legt. Grundsätzlich gilt Grillen aufgrund seiner kalorienarmen Zubereitung als gesund, weil es kein zusätzliches Fett benötigt. Das abtropfende Fett macht das Fleisch zusätzlich noch fettärmer. Gut geeignet zum Grillen sind mageres Fleisch von Schwein und Rind, Geflügel und Fisch. Fisch, insbesondere fettreicher Seefisch wie Lachs oder Makrele, enthält reichlich herzgesunde Omega-3-Fettsäuren. Rind- und Schweinefleisch zeichnet sich durch seinen hohen Mineralstoff-Reichtum aus. Das Fleisch enthält unter anderem reichlich Eisen, welches für den Sauerstofftransport im Blut verantwortlich ist und damit die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit fördert. Eisen aus tierischen Lebensmitteln ist besonders gut verfügbar. Ebenfalls reichlich enthalten ist muskel- und nervenstärkendes Kalium sowie Magnesium. Magnesium wirkt sich positiv auf die Herz- und Muskelfunktion aus und hilft auch gegen Muskelkrämpfe. Rindfleisch ist zusätzlich besonders zinkreich. Zink wirkt immunsystemstärkend und gut gegen Hautentzündungen. Auch Meeresfrüchte, so zum Beispiel Shrimps, enthalten reichlich Zink. Die Bioverfügbarkeit von Zink aus tierischen Lebensmitteln ist außerdem besonders gut, da sie die Aminosäure Histidin enthalten, die die Zinkaufnahme fördert. Geflügelfleisch, wie Putenkeule oder Hühnerbrust, enthält wertvolles Eiweiß und ebenfalls reichlich Mineralstoffe. Gemüse, wie Paprika, Auberginen, Tomaten, Zwiebeln, Fenchel oder Maiskolben, und sogar festfleischiges Obst, wie zum Beispiel Bananen, lassen sich ebenfalls hervorragend grillen.

Nun die andere Seite:

Brennmaterial

Gesundes oder ungesundes Grillen fängt schon bei der Wahl des Brennmaterials an. Geeignete Brennmaterialien sind Holzkohle oder Grillbriketts. Unverkohltes, trockenes Holz erzeugt einen aromatischen Rauchgeschmack, vor allem wenn es aus Obsthölzern stammt, aber auch Hartholz von Eiche, Buche und Birke sind geeignet. Gänzlich ungeeignet sind die Weichhölzer (z B. Fichte, Lärche, Tanne etc.) weil sie zu schnell verbrennen und zuviel Rauch und Harz erzeugen. Egal für welches Brenn-Material man sich entschieden hat - auf jeden Fall sollte solange gewartet werden, bis sich die Glut mit einer leichten weißen Schicht überzogen hat. Damit wird eine vermeidbare, ungesunde Rauchentwicklung weitestgehend gemieden und auch die Entstehung von Benzpyren gehemmt.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung ist das Anzünden mit Papier oder Pappe gänzlich ungeeignet. Auch Brennspiritus oder Brennpaste mit Petroleum haben wegen der  Explosionsgefahr und erkennbaren Geschmacksbeeinträchtigung nichts beim Anzünden der Kohle verloren. Zweckmäßiger sind spezielle Grillanzündhilfen aus gepresster Holzwolle. Dies dauert zwar ein wenig länger als Spiritus, aber der Gesundheit zuliebe sollte hierfür Zeit sein. Grillen stellt ja grundsätzlich schon eine Form der Verlangsamung der Zeit dar ;-). Ist die Kohle dann nach etwa 45 Minuten vollständig durchgeglüht, kann das Grillgut aufgelegt werden.

Krebserregende Stoffe

Frei nach dem Motto „Wer ein echter Cowboy sein will, der isst sein Steak nur mit eingebrannten Zebrastreifen“, agieren viele Grilleure völlig falsch. Um eine Gesundheitsgefährdung zu vermeiden, ist bei der Zubereitung des Grillguts Vorsicht angebracht, denn es können schädliche Substanzen, wie zum Beispiel polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz PAK genannt, entstehen. Tropft Fett, Fleischsaft oder die ölige Marinade vom eingelegten Fleisch ins offene Feuer so entstehen diese PAK. PAK, zu denen auch das Benzpyren zählt, sind krebserregend. Mit dem Rauch schlagen sich diese Substanzen auf das Grillgut nieder und gelangen so in den menschlichen Körper. PAK entstehen auch, wenn Fleisch oder andere Lebensmittel von außen verbrennen. Schwarze, verbrannte Stellen am Grillgut enthalten extrem hohe Mengen an PAK und sind ungenießbar. Daher sollten verkohlte Stellen immer großzügig abgeschnitten werden.

Um das Entstehen von krebserregenden Stoffen im Grillgut so niedrig wie möglich zu halten, empfehlen wir das indirekte Grillen mittels einer Fett-Auffang-Schalen aus Aluminium. Hier liegt das Grillgut über einer Wasserschale, um die die Glut angeordnet ist. Ein Kontakt von Fleischsaft & Co mit der Hitzequelle wird somit vermieden. Aber auch scharfe Gewürze, sowie Senf helfen diese unerwünschten Stoffe weitestgehend zu neutralisieren.

Grillgut

Auf gar keinen Fall sollte Gepökeltes wie beispielsweise Kassler auf dem Grill landen. Aus dem zur Haltbarmachung verwendeten Nitritpökelsalz bilden sich beim Grillen Nitrosamine, die zur Krebsentstehung beitragen können. Auch Geräuchertes gehört nicht auf den Grill.

Sonstige Gefahrenquellen

Wichtig ist weiter, dass das Grillgerät nicht unter einem Baum, in der Nähe eines Busches oder im hohen Gras steht. Die Bekleidung darf nicht aus synthetischen Fasern bestehen und ein Feuerlöscher, ein  Eimer mit Sand  oder eine nicht brennende Decke zum Ersticken des Feuers sollte vorsichtshalber in der Nähe sein. Auf keinen Fall sollte man im Falle des Falles Wasser zum Löschen verwenden, da heißes Fett bei Kontakt mit Wasser stark spritzen kann. Es explodiert sozusagen!

 

heiße Nachrichten

... für unsere Grillfreunde:
Ostermontags-Grillage!!! 21.04.2014 ab 12 Uhr -> weitere Infos findest du unter Events.

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